Verkehrsrecht

tl_files/Galerie/Senioren am Steuer.jpg

 

Wie soll ich mich nach einem Verkehrsunfall verhalten?
Falls erforderlich: selbstverständlich unbedingt Erste Hilfe leisten.
Vor Ort am besten zum Unfallhergang zunächst keine Aussage machen.
Sie haben das Recht, einen selbst gewählten Anwalt und einen freien
Sachverständigen in Anspruch zu nehmen.

Unfall, keine Schuld: warum zum Anwalt?

Nach einem unverschuldeten Unfall oder einem Unfall mit unklarer Haftungslage gilt:

                                                sofort zum Anwalt,

bevor Sie womöglich eine für sich selbst nachteilige Aussage machen oder der Versicherung die Regie überlassen. Die Versicherungen sind immer mit handfesten eigenen Interessen am Geschehen beteiligt. Seit einigen Jahren versuchen einige Versicherer, massiv und frühzeitig nach dem Unfall auf den Geschädigten einzuwirken, um ihn davon abzuhalten, sich einen eigenen Sachverständigen und einen Rechtsanwalt zu nehmen. Sie versuchen, den Geschädigten in eine ihrer "Partnerwerkstätten" bzw. "Vertrauenswerkstätten" zu lenken.

Vorsicht - Bei diesem "Schadensmanagement" wird versucht, Ihre Interessen zu beschneiden:

1. Sie verzichten auf die Beweissicherung, wenn kein unabhängiges Sachverständigengutachten eingeholt wird. Ein Kostenvoranschlag ist hierfür nicht ausreichend.

2. Die Regulierung der weiteren Positionen wie z.B. Wertminderung, Kostenpauschale wird dabei oftmals vergessen

3. Falls Ihr relativ neues Fahrzeug noch Herstellergarantie hat, verlieren Sie diese, wenn Sie in eine nicht markengebundene Werkstatt gehen

4. Bei Personenschäden: Kaum ein juristischer Laie weiß, wieviel Schmerzensgeld ihm zusteht. Das sollte man nicht der Versicherung überlassen. Und - hätten Sie gewußt, daß es auch Schadenersatz dafür gibt, daß man wegen der Unfallverletzungen seinen Haushalt, Kinder, Tiere nicht ordentlich versorgen kann (Haushaltsführungsschaden)?

 

Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie Ihre Rechtsanwältin / Ihren Rechtsanwalt für sich arbeiten

Der Geschädigte hat einen Anspruch auf anwaltliche Dienstleistung - und zwar auch, wenn die Haftungslage nach dem ersten Eindruck eindeutig zu sein scheint - d.h. auf Beratung und Abwicklung des gesamten Schriftwechsels mit der Versicherung des Schädigers, ggf. Anforderung und Auswertung der polizeilichen Ermittlungsakte.

Wer trägt die Kosten (Anwalts- und Sachverständigenkosten)?
Bis auf Ausnahmefälle der Schuldige bzw. dessen Versicherung. Sollte eine Mithaftung Ihrerseits in Frage kommen, so haben Sie kein Anwaltskostenrisiko, wenn Sie rechtsschutzversichert sind, ansonsten ein Kostenrisiko in Höhe Ihrer Haftungsquote. Ihre Anwältin/ Ihr Anwalt arbeitet allerdings mit dem Ziel, daß Ihnen nicht mehr Haftung auferlegt wird als unvermeidlich ist!  

Was sind die Vorteile der Inanspruchnahme eines Verkehrsanwalts?
Neben der Tatsache, daß Sie sich "zurücklehnen" und sich den Schriftwechsel, Telefonate usw. ersparen können, gilt:
Wer sich durch einen Verkehrsanwalt vertreten lässt, erhält fast immer höheren Schadensersatz und Schmerzensgeldbeträge, denn die Versicherung Ihres Unfallbeteiligten hat immer eine andere Interessenslage.

Weiterhin wird rechtlicher Beistand in Bußgeld- und speziellen Verkehrsstrafsachen geboten.
Wir fordern hierzu die Ermittlungsakte an und überprüfen die polizeiliche Messung auf Messfehler und nehmen eine rechtliche Bewertung vor. In Strafsachen prüfen wir, ob Ihnen wirklich z.B. Unfallflucht oder fahrlässige Körperverletzung usw. vorgeworfen werden kann.